Im Kulturcafé

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Die Geschichte der Medizin aus ganzheitlicher Sicht wirft ein etwas anderes Bild auf die Entwicklung der Heilkunst und beleuchtet zusätzliche Aspekte, die  vielleicht weniger bekannt sind. Von Alters her bezieht sich die Heilkunst auf den gesamten Menschen, der aus einem sterblichen Körper und einer unsterblichen Seele besteht. Wenn eine Krankheit diese Einheit von Körper und Seele befällt, ist es Aufgabe des Arztes das verlorene Gleichgewicht wieder herzustellen.

Im Zeitalter der Spezialisierungen, in dem wir leben, werden die verschiedenen Ebenen der Einheit Mensch von verschiedenen Spezialisten getrennt behandelt, eine ganzheitliche Sicht und Zusammenarbeit fehlt dabei häufig. Ein Grund dafür ist, dass wir in der Moderne kein lebendiges Konzept mehr vom Menschen haben. Wir bedenken nicht, dass wir ein in kosmisches Ganzes eingetauchtes Lebewesen sind, die ihre Lebenskraft aus einer uns unbekannten Quelle schöpfen und dass wir uns in einem Evolutionsprozess befinden.

Was kann man also von einer Medizin erwarten, die eine eingeschränkte und starre Vorstellung vom Wesen Menschen hat, und deren Heilmethoden zwangsläufig mechanisch und tot sein müssen? Kann man hierbei noch von „Heilkunst“ sprechen?

Atene Theseion 2

Schon in der Antike wusste man, dass eine Heilung auf mehren Ebenen stattfinden muss. Unsere  spezialisierte Sichtweise ist demnach nicht verkehrt, sofern es uns gelingt, die verschiedenen Ebenen in Einklang zu bringen und eine vorurteilsfreie Zusammenarbeit mit einer vollständigen Sichtweise des Menschen zu verbinden.

Sonntag, 12. April, 16.30h im Kulturcafé (UKB 5 Euro)
Münsterstrasse 38 – Innenhof