Meditation

Thema Meditation

Im Rahmen unserer Treffen für die Meditation führen wir unterschiedliche geistige Übungen und Meditationen durch, an denen jeder teilnehmen kann, der sich für dieses Thema interessiert, auch wenn Ihr noch keine Vorkenntnisse besitzt. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Euch jedoch um eine kurze Rücksprache, wenn Ihr zum ersten Mal an einer Meditation bei uns teilnehmen wollt, damit wir Euch den praktischen Ablauf erklären können.

In der Regel findet unsere Meditation samstags in der der Zeit von 19-21 Uhr statt.

Um Euch eine gute und einführende Vorstellung davon zu geben, was die Meditation eigentlich ist und worauf es dabei ankommt, präsentieren wir Euch im folgenden einige Auszüge aus der Schrift „Anleitung zur Abstraktion, Konzentration und Meditation“ von Tommaso Palamidessi, dem 9. Heft der Archeosophischen Schriftenreihe. Den vollständigen Text könnt Ihr natürlich bei uns auch bekommen.

THEORIE UND PRAXIS DER MEDITATION

Tommaso Palamidessi

Was ist Meditation? Die Antwort ist einfach: die ausdauernde Konzentration wird zur Meditation. Anders gesagt, ist die Meditation die Entwicklung der Konzentration. Für sie müssen die gleichen Gesetze und Bedingungen angewendet werden, die auch die Konzentration regeln, der Unterschied besteht lediglich in der Dauer der Konzentration selbst. Mit der Übung bewirkt dieses psychologisch meditative, auf einen bestimmten Gegenstand polarisierte Vorgehen einen Ideenfluss, der nicht durch andere Ideen beeinflusst wird; so quillt ein ununterbrochener Fluss des Bewusstsein hervor, der zu einer klaren, intimen und vollständigen Intuition führt.

cerchio_con_punto_centraleWerden die Schwankungen des Verstandes fixiert und der gewählte Gegenstand festgehalten, so erwirbt man die Fähigkeit, sich in diesen Gegenstand einzufühlen und zu verstehen, was dieser Gegenstand ist. Die Meditation ist ein ununterbrochener Fluss des Gedankens, gerichtet auf ein physisches Organ, ein Kraftzentrum, ein Symbol, Gott. Das hängt davon ab, welcher Gegenstand zur Meditation gewählt wurde und welches Ergebnis man erreichen will. Wenn Gott der Gegenstand der Meditation ist, so fließt der konzentrierte Gedanke wie eine Ölspur von der Seele zu Gott. Der Meditierende sammelt sich in einer beständigen Aufmerksamkeit, und ist sich nur seines Verstandes bewusst, und des Gegenstandes, auf den er sich fokussiert hat. Das mentale Continuum ist unter der ständigen Kontrolle seines Willens, wobei sich dieses „Continuum“ niemals mit Assoziationen, Entsprechungen und Symbolen bereichert, die nicht kontrolliert sind.

Zu jeder Zeit, ist die Meditation ein Mittel, um die Dinge zu durchdringen, sie zu assimilieren und sie in Besitz zu nehmen. In der Meditation gibt es immer Kohärenz, Klarheit, daher ist sie vergleichbar mit einer Sauerstoffflamme, die, auf einen einzigen Punkt projiziert und konzentriert auf diesem solange ohne abzuweichen beharrt, bis die von der Flamme getroffene Stahlwand schmilzt. Die Meditation ist eine Jakobsleiter, um in die Regionen der geistigen Glückseligkeit aufzusteigen und in die ewige Gegenwart des Lichtes Gottes. Sie bringt das Mentale in Einklang und harmonisiert es, so als ob der Verstand eine gespannte Saite wäre, die einen abfallenden Ton von sich gibt und die man richtig zu spannen versucht, um sie mit dem Ton mitschwingen zu lassen, meditierten Objekt also, das als Modell gewählt wurde.

collegamento uomo universoWenn der Verstand mittels wiederholter und stets erneuter Versuche fähig ist, ein Thema für einen kurzen Zeitraum festzuhalten, sagt man, dass er auf das Thema konzentriert ist. Sobald sich das Verhalten des Verstandes in der totalen Ausschaltung jedes anderen Gedankens oder Themas, das vom festgelegten abweicht, auflöst, und wir uns auf eine einzige Idee fixieren, tritt man in die Meditation ein. Sie gelingt gut, wenn der Verstand durch die wiederholte Anrufung eines Göttlichen Namens in einer heiligen Sprache unterstützt wird (Hebräisch, Sanskrit, Arabisch, beziehungsweise für einen Christen, der an diese Sprachen gewöhnt ist).

Wenn der Archeosoph kein Christ, sondern ein Jude, ein Hindu oder ein Mohammedaner ist, dann wird er die entsprechende Sprache benutzen. Die Eigenschaft gewisser Namen, in einer Heiligen Sprache(1) ausgedrückt, ist traditionell anerkannt. In Indien werden sie Mantram genannt; wir Archeosophen haben ihnen eine aus dem Griechischen abgeleitete Bezeichnung gegeben: Logodynamos = Wort-Kraft.

Meditation-TechnikenWenn wir mit diesem Ton eine besondere Form verbinden, werden wir in der „Wiederholung des Namens“ oder Litanei die Zusammenarbeit des Körpers mit dem Gedanken wiederfinden. Die klangvolle Schwingung eines Namens stellt die Gottheit dar. Im Verlauf der Meditation ist er in gewisser Weise die Gottheit selbst, um jedoch Missverständnisse und pantheistische Abweichungen zu vermeiden, werden wir diesen Begriff bei anderer Gelegenheit klären.

Der „Logodynamos“ führt die Gottheit in uns ein und er ist daher ein Sakrament. Wenn wir dem „Logodynamos“ einen sakramentalen Wert geben, so schreiben wir ihm eine Macht zu, die niederen Arten der Materie zu verwandeln, aus der der Meditierende gemacht ist: sagen wir, dass Gott in das Innere der Materie eindringt und dessen Evolution erleichtert. Das Wort-Kraft ist Gott, der in der Form des Tons in uns eindringt. Der Effekt ist die Umwandlung der Unreinheiten dieser feinstofflichen Energie, die unseren Verstand ausmacht, in Reinheit. Die Menschen werden rein, indem sie den Namen Gottes in der traditionellen heiligen Sprache wiederholen, denn deren „Logodynamoi“ sind eine unwiderstehliche Kraft. Spirito

Die Methodologie unserer Schule führt zu einer gesunden und ausgeglichenen Meditation, durchführbar für alle; eine praktische Abhandlung davon haben wir in unserem Werk über die experimentelle Metaphysik gegeben, über die „Kraftzentren“, die zur Vollständigen Transzendentalen Gnosis führen(2).

Mit der Kunst der Meditation lenkt man sich wohin man will, im Guten wie im Bösen, und deshalb beharren wir darauf. In der Tat gibt es eine Meditation von Theisten und eine Meditation von Pantheisten und auch eine naturistische Meditation.

 

 

 

 

Techniken(1)T.Palamidessi – DIE HEILIGEN SPRACHEN, DIE JERATISCHE GRAMMATIK UND DIE THEURGISCHEN WORTE-Heft 30.

(2)T.Palamidessi- TECHNIKEN DER INITIATISCHEN ERWECKUNG-Edizioni Mediterranee 1975.

 

 

 

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