Astrologie

Thema Astrologie

Die Wissenschaft der Magier

Seit alters her ist die Astrologie eine Wissenschaft, deren Ursprünge sich im Dunkel der Zeit verlieren. Die Alten erkannten im Menschen einen Mikrokosmos, der den Makrokosmos widerspiegelt und mit ihm in Wechselwirkung tritt. Jeder Teil sei also, so die alte Weisheitslehre, mit dem Ganzen aufs Innigste verbunden. Die Art dieser Verbindung kann an der Position der Sterne abgelesen werden, die wie eine kosmische Uhr beim Zeitpunkt der Geburt einen kosmischen Abdruck, eine elektromagnetische Signatur in der feinstofflichen Struktur des Menschen hinterlässt. So bringt jeder einzelne von uns eine einzigartige Kraft zum Ausdruck, mit deren Gesetzmäßigkeiten wir in uns in unseren Vorträgen, einem Film und aktuellen Kursen auseinandersetzen.

„Jeder von uns, der in dieses Leben eintritt, kommt aus einer langen Vergangenheit, die viele Leben zählt, und indem er erneut eine Aufgabe auf der Erde übernimmt, trägt er die Last dessen mit sich, was er an Gutem und Bösem getan hat. Seine Geburt wird sich unter einer Synthese von sideralen Einflüssen verwirklichen, die imstande sind, ihm die Umgebung und die physische Konstitution zu schaffen, die dem Schicksal, das er abzubüßen hat, entsprechen. Jedoch, obwohl alle Kräfte der Natur ihn zwingen, das Gleichgewicht auf eigene Kosten zu verwirklichen, besitzt er den göttlichen Geist, der in ihm lebt, und eine Bemühung reicht aus, auf dass er mit dem göttlichen Willen in der Evolution zusammenarbeiten kann, indem er diese nicht behindert und sich damit ein besseres Schicksal verdient.

Das Große Gesetz, das die Schöpfung regelt, benutzt die vom Individuum selbst angesammelte Kraft, der nichts hinzugefügt oder weggenommen werden kann. Das Individuum kommt aus einer Vergangenheit, es hat Schicksalsbindungen mit anderen Individuen, mit einer Familie, mit einem Volk; es muss zur Inkarnation dorthin geschickt werden, wo es ihm möglich sein wird, all seine vielfältige Last abzubüßen; es muss unter einem Sternenhimmel geboren werden, dessen siderale Einflüsse der abzubüßenden Schuld entsprechen.

Trotzdem ist seine Inkarnation nur ein Leben in der großen Reihe der Leben, und am Ende dieser langen, schwierigen und schmerzhaften Straße wird er ein Meister der Weisheit, ein Archetyp sein.“ (Tommaso Palamidessi, Astrologia Mondiale)

„Für uns ist die Initiatische archeosophische Astrologie eine Lehre und eine wissenschaftliche Disziplin, die sich naturgemäß an denjenigen richtet, der nicht nur eine biologische und soziale, sondern eine metaphysische Sichtweise des Menschen besitzt, die Natur als lebendig erachtet und die Tatsache bedenkt, dass die Gestirne den Menschen beeinflussen und der Mensch die Himmelskörper.

Die antiken Schulen trennten die göttliche Astrologie nicht von den anderen Wissenschaftszweigen, die dazu bestimmt waren, höhere Individuen auszubilden, fähig, das Leben des Kosmos und damit das der Erde zu beeinflussen. Diese Wissenschaft war deshalb mit der Theologie, der Philosophie, der Astronomie, der Alchimie, der okkulten Physiologie, der Medizin und der Theurgie verbunden. Vor dem Zeitalter der Spezialisierungen wurde die Natur als ein großer heiliger und beseelter Körper erlebt, sichtbarer Ausdruck des Unsichtbaren.

Die Historiker der Astronomie behaupten, dass man im zweiten Jahrhundert, zur Zeit des Hl. Klemens von Alexandrien begann, zwischen Astrologie und Astronomie zu unterscheiden, um beide dann endgültig im 17. Jahrhundert getrennt zu behandeln. Heute wird die Natur nicht erlebt, sondern in ihren vielfältigen Erscheinungen analysiert, wie z.B. die Elektrizität, das Licht, die Wärme und deren mathematische Beziehungen.

Zum Glück gibt es noch einzelne Forscher und Arbeitsgruppen, die es verstehen, mit den Gesetzen der lebenden Natur in Kontakt zu treten, indem sie die Natur im physisch-mathematischen Sinne denken, aber auch im alchimistischen oder initiatischen Sinne erleben, ohne dieses abgestimmte Leben von der metaphysischen stellaren Welt zu trennen.

Es gab eine Zeit, in der die Astrologen von erhabener ethischer Größe kraft ihrer spirituellen Beschaffenheit die Natur als positive Wissenschaft wahrnahmen, als Panpsychismus, der vom Transzendentalen beherrscht wird.“ (Zitat aus dem 21. Heft der archeosophischen Schriftenreihe, Die Grundlagen der persönlichen initiatischen Astrologie)

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