Pythagoras von Samos (571 bis 497 v.Chr.) zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftlern der Antike, dessen Lehren noch heute von Bedeutung sind. Viele von uns kennen seinen Satz noch aus dem Mathematikunterricht in der Schule. Es ist allerdings unzureichend ihn nur als genialen Mathematiker zu betrachten. Seine Studien gingen weit über die Arithmetik und Geometrie hinaus, die er als Grundlagen zum Verständnis des gesamten Universums betrachtete.

Pythagoras Ansichten waren revolutionär und modern in seiner Zeit. Er war überzeugter Vegetarier, erlaubte Frauen seine Schule zu besuchen und glaubte an die Reinkarnation der Seele. Vor Allem war er nicht nur Wissenschaftler sondern auch ein tief religiöser Mensch. Man kann sagen, dass seine Studien dazu dienten, über den Weg der wissenschaftlichen Beweise die Geheimnisse der gesamten Schöpfung darzulegen.

Wie wir heute wissen, baute Pythagoras dabei nicht nur auf seine originalen Ideen, sondern sah sich vielmehr als Forscher, der mit allen Mitteln versuchte, das alte Wissen der Kulturen und Zivilisationen, die Griechenland vorausgegangen waren, wieder zugänglich zu machen.

Seine Lehren, die er schließlich in seiner berühmten pythagoreischen Schule vermittelte, beziehen sich auf Erkenntnisse, die er aus den Traditionen der wichtigsten religiösen Zentren gezogen hatte. Dafür reiste er bis nach Ägypten, wo er sich von den Tempelpriestern in Memphis unterrichten ließ. Nach 22 Jahren Aufenthalt erreichte Pythagoras das höchste Amt des mystischen Priestertums.

In diesem Vortrag betrachten wir den Aufbau und die Lehren der Schule des Pythagoras, in der sich ein roter Faden der Wissensvermittlung vom antiken Ägypten bis ins Christentum wiederfinden lässt. Dabei handelt es sich um ein Wissen, das Millionen Jahrhunderte antik ist und einen einzigen Ursprung hat. Die Menschen entdecken dieses integrale Wissen immer wieder und lehren es mit der Sprache ihres historischen Augenblicks.

Freitag, 24. Juni 2016, 20.00h bei uns in der Münsterstrasse

Eintritt frei