Den Abschluss unserer Themenreihe „Jenseits der Schwelle“ bilden die Musik, der Klang und der Gesang. Die Macht der Schwingung, der Vibration und des Wortes haben einen in der Tat modellierenden, die Materie formenden Charakter. Die Musik folgt klaren mathematischen Gesetzen, die sich in der Natur und der gesamten Schöpfung finden lassen und eine wahre „Harmonie der Sphären“ bildet.

 

 

 

 

 

 

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Die Wissenschaft des Klangs und die Macht der Musik

bilingualer Vortrag italienisch-deutsch


Was ist der Ursprung des Klangs und der Musik?

Der Ursprung befindet sich in all dem, was uns umgibt, also im Kosmos selbst.

Schallwellen haben die primordiale Materie in Formen mit geometrischen Proportionen verwandelt und geordnet und dadurch sind Sterne, Galaxien, Planeten und die Materie überhaupt, einschließlich des Mensch entstanden.

Diese modernen kosmologischen Theorien erinnern an die Intuitionen der Propheten, Philosophen und Mathematiker wie Pythagoras, der dies bereits erfasst hatte und behauptete, „dass die Geometrie der Formen verfestigte Musik ist“.

Später sah auch Kepler die Harmonie der Sphären als selbstverständlich an:

„Duo sunt, quae nobis harmonias in rebus naturibus patefaciunt, vel lux vel sonus“ – „Zwei Dinge sind es, die uns die Harmonie der Natur offenbaren, das Licht und der Klang“

(Harmonice Mundi, liber V caput IV)

Der Klang beeinflusst also die feinstoffliche und physische Materie und wandelt sie um. Das Studium und die Erforschung der Natur haben die den Klang ordnenden Regeln und Proportionen gefunden und haben diese in eine Sprache übersetzt, die dazu dienen kann, mit dem Absoluten ins Gespräch zu kommen und wie eine Stimmgabel mit dem Allurheber zusammenzuschwingen.

Der Gesang und die Musik haben also eine regenerierende und umwandelnde Kraft, wenn sie mit denselben kosmischen Regeln und Harmonien gesungen oder gespielt werden.

Schumann hat geschrieben: “In jeder Zeit herrscht ein geheimer Bund der verwandten Geister. Ihr, die ihr daran Teil habt, schließt stärker den Kreis, auf dass die Wahrheit der Kunst immer heller erstrahle und ihre Reinheit sich überall mit Freude verbreite.“

 

Termin: 2. Juli 2012, „Sinneswandel“, Hohenzollernstrasse 15, 40211 Düsseldorf, 20.30h, freier Eintritt

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Der Gesang zur Erhebung der Seele

bilingualer Vortrag italienisch-deutsch


Die Musik und die menschlichen Seele sind unzweifelhaft miteinander verbunden. Die Musik kann im Menschen dank ihrer Harmonien schwermütige oder freudvolle Wirkungen hervorrufen.

Die Musik ist von den großen Philosophen immer unter den als frei bezeichneten Künsten und Wissenschaften eingeordnet worden, die schon im Altertum „Freie Künste“ genannt wurden, weil sie der Würde des freien Menschen entsprechen.

Die Musik ist eine Kunst und eine Wissenschaft zugleich, sie fügt die Klänge den Absichten des Künstlers folgend zusammen und bildet die Akkorde und Melodien durch mathematische Ausgleichungen, jedoch können nur bestimmte Noten und Modi der diatonischen Tonleiter auf den Körper und auf das Bewusstsein des Menschen einwirken und uns erlauben, uns der Schöpfung und dem Absoluten zu nähern und mit ihnen zusammen zu schwingen.

 

Wer sich auf positive und aktive Art und Weise der Idee einer höheren Kenntnis nähert, der empfindet und strahlt Harmonie und Melodie aus dem eigenen Körper aus, aus der Atmung, aus dem Wort, aus dem Klang der Stimme, und verwandelt all dies in Bewusstsein, in einen Gesang der Seele.

Die Kraft und das Instrument des Wortes werden uns von Gott in einer kreativen Form gegeben und als solche haben sie den Gesetzen des Kosmos und der Schöpfung selbst zu folgen.

Jeder Mensch ist ein kleines, lebendiges und denkendes Universum und sein Körper gleicht dem, was sein Gedanke modelliert. Seine innere Stimme entspricht dem, was das Bewusstsein des Menschen moduliert und gibt dies äußerlich von sich wieder.

Termin: 9. Juli 2012, „Sinneswandel“, Hohenzollernstrasse 15, 40211 Düsseldorf, 20.30h, freier Eintritt

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