Im alten Ägypten bildeten Wissenschaft, Architektur, Religion und Kunst eine Einheit. Die Konstruktion der sakralen Bauten hatte immer die Funktion, die religiöse oder spirituelle Lehre darzustellen und diese in die Praxis umzusetzen. D. h. auch, dass jeder Tempel, jedes sakrale Bauwerk, einem ganz bestimmt Zweck dienlich sein musste. Die Konstruktion widerspiegelte diesen Zweck.

Tempel der MysterienDie Architekten der sakralen Bauten waren selbst Eingeweihte in die Mysterien. Der Bau der Großen Pyramiden von Gizeh hatte das Ziel einen heiligen Raum zu schaffen, in dem die Mysterien und dabei vor allem jenes von Tod und Auferstehung zelebriert werden konnten.

In diesem Vortrag wollen wir uns die innere Konstruktion der Cheopspyramide genauer ansehen. Die Struktur der ab- und aufsteigenden Gänge und der Kammern repräsentiert die unterschiedlichen Phasen, die das Bewusstsein des Einzuweihenden in die Mysterien durchwandert. Es sind die Stufen der inneren Umwandlung, um sich letztendlich mit der Gottheit zu vereinen.

Beim virtuellen Betreten der Großen Pyramide erhalten wir eine Ahnung, wie die alten Ägypter das Mysterium von Tod und Auferstehung erlebten und was diese Erfahrung für uns heute bedeuten kann.

Sonntag, 5. Juni 2016, 16.30h bei uns in der Münsterstrasse

UKB 5 Euro