Der Mythos der Genesis, der von Moses gut 1550 Jahre vor Christus erdacht wurde, ist bis zu uns in den verschiedensten Übersetzungen in die modernen Sprachen gelangt. Die Version, die wir heute kennen, gibt oft Anlass für Diskussionen, da sie als Fabel betrachtet und von einigen wegen des Mangels an Wissenschaftlichkeit zurückgewiesen und von anderen aus reinem Glauben geglaubt wird, ohne dass man dabei über die buchstäbliche Interpretation hinausginge.

Trotzdem handelt es sich dabei um eine uralte, antike Tradition, die zunächst mündlich und dann schriftlich weitergegeben wurde. Sie zielt, mit den vielen in der Genesis genannten Symbolen, auf eine tiefere Bedeutung. Diese Symbole sind die Schlüssel für den Weg der Meister, durch den der Mensch eine spirituelle Erweckung im Schoße seines Schöpfers erlangen kann.

Die Tradition dieser Interpretation hat einen uralten Ursprung, der in der Erfahrung gesucht werden muss, die Moses selbst durchlebte. Als Moses die Offenbarung direkt von Gott erhielt, konnte er nicht anders, als eine neue Sprache zu entwickeln, die mit ihrer besonderen grammatikalischen Struktur fähig ist, das intime Wesen der Wahrheit auszudrücken, die er selbst erfahren hatte.

Es gibt viele traditionelle Texte, die sich auf diese tiefe Bedeutung des Pentateuch beziehen. Unter ihnen sind das Sefer Jetzirà und das Sefer ha-Zohar zu nennen, deren Erstellung auf das 12. Jahrhundert datiert wird, auch wenn die in ihnen enthaltenen Lehren aus viel älteren Zeiten bekannt sind. Wenn man diese Texten mit den Schlüsseln der Archeosophie untersucht, ist es möglich, die grundlegende kabbalistische Lehre zu entdecken: die Symbolik der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets, die im sephirotischen Baum verschleierten 32 Wege der Weisheit und 50 Pforten der Intelligenz, und die in ihnen enthaltenen Vier Welten und deren Bewohner. Letztendlich läuft alles auf die einzige im Universum bestehende Zielsetzung hinaus: die Offenbarung Gottes in der Kreatur, und die Kreatur, die voll glühender Liebe für Ihn, den asketischen Weg der inneren Umwandlung in Angriff nimmt, um sich bis zu Seinem Namen zu erheben.

Diagramma Nomi di DioDiesen Themen und ihrer praktischen Anwendung, die durch die archeosophischen Techniken der Meditation möglich wird, widmen wir einen Kurs, der am Samstag, den 11. März 2017, von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr stattfinden wird.

Die Einführung zu diesem Kurs findet am Freitag, den 10. März um 19 Uhr statt: ein öffentlicher Vortrag mit dem Titel „Die 72 Gottesnamen“. Basierend auf drei Versen des Buches Exodus (Kapitel 14, 19-21) betrachten wir die kabbalistische Lehre des „Shem Hamephorash“ (d.h. „der spezielle Name“) auf den unterschiedlichen Ebenen der Schöpfung.

Freitag, 10. März 2017, 19.00h

bei uns in der Münsterstrasse

Eintritt frei

Samstag, 11. März 2017, 10.00 – 18.00h

bei uns in der Münsterstrasse

30 Euro für Mitglieder der Archeosophischen Gesellschaft

60 Euro für Nichtmitglieder