Der hohe Stellenwert der Astrologie im Alten Ägypten kann kaum überschätzt werden: stimmten die Eingeweihten in die Mysterien von Isis und Osiris doch all ihr Handeln und Wirken mit dem Lauf der Sterne ab. In der Tat gab es für die Alten Ägypter nichts Wichtigeres, als im Einklang mit dem Willen der Götter zu handeln, und der Lauf der Sterne war der sichtbare Ausdruck ihres Wirkens.
Der Tempel von Dendera, der nach heutigem Kenntnisstand auf das Jahr 50 v. Chr. datiert wird, enthält die vielleicht älteste uns bekannte antike Darstellung des Himmels. In dieser so kunstvoll ausgearbeiteten Himmelskarte wird jedoch die detaillierte Ansicht von astronomischen Positionen gegeben, die sich etwa auf das Jahr 1790 v. Chr. zurückführen lassen.
Doch diese wunderbare Deckenplastik im Tempel von Dendera zeigt uns viel mehr als nur eine einfache Darstellung des Himmels. In ihr finden wir den Schlüssel zum tiefen Verständnis der ägyptischen Hochkultur, zu ihrem tiefen religiösen Glauben und ihren geheimen Riten. Ihre astronomischen und astrologischen Kenntnisse standen im Einklang mit einer geheimen Lehre: MESKET, der Durchgang durch das Fell und die Wiedergeburt des Menschen in der Sonnengottheit.
Diese Riten, die Teil der Einweihung in ihre Mysterien waren, finden wir deshalb häufig mit astrologischen Symbolen dargestellt. Und tatsächlich war für den Eingeweihten im Alten Ägypten nichts offensichtlicher, als die wechselseitige Beziehung zwischen Himmel und Erde.
Astrologie im Alten Ägypten„Wie oben, so unten und wie unten so oben“, war einer der wichtigsten Grundsätze des Hermes Trismegistos, des Gottes Thot oder Tehuti, wie ihn die Ägypter nannten, dem Erfinder der Astrologie.

Montag, 25. April 2016, 20.00h bei uns in der Münsterstrasse

Eintritt frei