Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des eigenen Bewusstseins ist der Rückzug unserer Sinne aus der Erscheinungswelt: die Abstraktion.

Der „normale“ Zustand des Menschen auf seinem derzeitigen Entwicklungsniveau besteht in einer totalen Abhängigkeit von seinen Sinnen. Bei der Abstraktion handelt es sich darum, die Fähigkeit zu entwickeln, Herr über die eigenen Sinne zu werden und das Bewusstsein nach Belieben von dem Kontakt mit der Umwelt zu lösen und wieder zu verbinden. Darauf deutet auch der berühmte Ausspruch der Alchemisten: solve et coagula!

Aus dieser Fähigkeit erwächst nicht nur eine höhere Art der Wahrnehmung, eine bewusstere Wahrnehmung unserer Umwelt, sondern auch die Möglichkeit hinter den Schleier der Erscheinungswelt zu blicken und die Wahrheit zu erkennen.

Mit der Fähigkeit der Abstraktion öffnet sich für den spirituellen Schüler der Zugang zu den kleinen Mysterien: die Erinnerung an vergangene Leben, Reisen in die Astralwelt oder höher, der direkte Kontakt mit den Meistern der geistigen Welt.

AbsraktionIn der indischen Tradition ist „Pratyahara“, die Abstraktion der Sinne, die 5. Stufe auf dem achtstufigen Weg des Yogi zur Erleuchtung. Aber sie ist – und das ergibt sich aus dem oben Gesagten – die unabdingbare Vorraussetzung für jede Art der Gotteserfahrung.

Mittwoch, 15. Februar 2017, 20.00h

bei uns in der Münsterstrasse

Eintritt frei